Residency im Neuen Volkshaus Cotta - Open Call

Open Call Open West

eine Residency zur Förderung Bildender Künstler:innen - & Kollektive, die sozialräumlich Arbeiten

Das Neues Volkshaus Cotta und der Künstlerbund Dresden laden Bildende Künstler:innen und Kollektive zu einem zweiwöchigen Residence Aufenthalt im Dresdner Westen ein.

Die Residency richtet sich an künstlerische Praktiken, die sich in gesellschaftlichen Kontexten verorten und im Austausch mit Nachbarschaften, Orten, urbanen Räumen  und ihren Akteur:innen arbeiten.

Im Mittelpunkt steht die Frage:

Wie kann künstlerische Praxis in Beziehung zu einem Stadtteil, seinen Menschen, Geschichten, Konflikten und Alltagswissen treten?

Das Programm versteht Kunst nicht ausschließlich als Produktion von Werken, sondern als Prozess des Wahrnehmens, Begegnens und gemeinsamen Entwickelns. Gesucht werden Ansätze, die offen sind für Austausch, kollektive Prozesse und neue Formen des Wissens.

Dabei interessiert uns besonders, wie künstlerische Arbeit soziale Räume mitgestalten, sichtbar machen oder neu befragen kann.

Hier geht es zur Bewerbung

Hier gibts die Ausschreibung als PDF

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Der Ort

Die Residency findet im Neuen Volkshaus Cotta statt – einem entstehenden Kultur- und Nachbarschaftshaus im Dresdner Westen mit 100jähriger Geschichte zwischen Arbeit und Kultur.

Der Stadtteil Cotta und die umliegenden Quartiere Löbtau und Gorbitz bilden dabei nicht nur den räumlichen Rahmen des Programms, sondern dessen Ausgangspunkt.

Der Dresdner Westen ist geprägt von unterschiedlichen Lebensrealitäten, Nachbarschaften und lokalen Initiativen. Gleichzeitig gibt es bislang nur wenige Orte, an denen zeitgenössische bildende Kunst im Alltag sichtbar und zugänglich wird.

Die Residency möchte hierfür einen experimentellen Raum öffnen: für künstlerische Praxis, Austausch und öffentliche Prozesse. 

Hier gibt eine kurze Sozialraumanalyse.

Der Zugang zum Haus ist barrierefrei. Zugänge und Wege innerhalb des Geländes und Gartens sind jedoch mit Höhenunterschieden zu bewältigen. 

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Was wir unter sozialräumlicher Praxis verstehen

Sozialräumliche Praxis beschreibt künstlerische Arbeitsweisen, die sich mit konkreten Orten und ihren gesellschaftlichen Bedingungen auseinandersetzen.

Sie entsteht im Dialog mit Menschen, Situationen und lokalen Wissensformen und fragt danach, wie Beziehungen zwischen Kunst, Alltag und Öffentlichkeit entstehen können.

Dabei kann es um Nachbarschaften, Infrastrukturen, Erinnerungen, Konflikte, Fürsorge, Teilhabe oder Formen gemeinschaftlichen Handelns gehen.

Uns interessieren Prozesse, die nicht über einen Ort arbeiten, sondern mit ihm.

Künstlerische Arbeitsweisen können sein: oral history, Inszenierung, Environment, Happening, performative/ partizipative/ kollektiven/ transdisziplinären Arbeitensweisen von künstlerischer Intervention bis hin zu Food Art. 

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Die Residency

Für die Dauer von zwei Wochen erhält eine Künstler:in/ ein Kollektiv die Möglichkeit, vor Ort im Neuen Volkshaus Cotta zu arbeiten und den Ort temporär als offenen Produktions- und Begegnungsraum zu nutzen. Den zweiwöchigen Arbeitsaufenthalt verstehen wir als Recherche Zeit über Ort und Menschen. Er kann individuell als Wochenblöcke im Realisierungszeitraum gestaltet werden. Der Zugang zum Haus ist dabei flexibel und 24/7 frei.

Zur Verfügung stehen:

  • der Veranstaltungssaal mit Ausstellungsbeleuchtung und Starkstromanschluss (ca. 70 m²)
  • ein großer Garten (ca. 100m²)
  • Infrastruktur vor Ort (Küchennutzung, keine Unterkunft, keine Duschen oder große Waschbecken)
  • kleine Elektronikwerkstatt mit Repair Cafe
  • Sanitäranlagen sowie eine barrierefreie Trockentoilette

Temporär nutzbar sind unter anderem:

Die Werkstätten können mobil vor Ort eingerichtet werden und verstehen sich als gemeinsame Ressource für experimentelle und kollektive Produktionsweisen. Es ist jedoch keine Bedingung, die Werkstattressourcen vor Ort zu nutzen oder zu integrieren.

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Öffnung des Prozesses

Die Residency versteht sich ausdrücklich nicht als abgeschlossener Produktionsraum.

Während der Arbeitsphase soll der künstlerische Prozess in unterschiedlichen Formen zugänglich werden: z.B. durch Öffnungszeiten, Gespräche, Begegnungen oder situative Formate.

Die Nachbarschaft wird dabei nicht als Publikum im klassischen Sinne verstanden, sondern als möglicher Resonanzraum der Arbeit.

Gesucht werden Ansätze, die bereit sind, sich auf diesen offenen Prozess einzulassen.

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Wen wir einladen

Wir laden Bildende Künstler:innen und Kollektive ein,

  • die kollektiv oder kollaborativ arbeiten,
  • die sich mit sozialen oder gesellschaftlichen Kontexten beschäftigen,
  • die alternative Formen des Wissens und Zusammenarbeitens interessieren,
  • und die ihre Praxis im Austausch mit konkreten Orten und Menschen weiterentwickeln möchten.
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Ziel des Programms

Das Stipendium möchte neue Räume für Bildende Kunst im Dresdner Westen öffnen und langfristig Verbindungen zwischen Kunst, Stadtteil und soziokulturellen Strukturen stärken.

Es versteht sich als Versuchsanordnung für eine Kunstpraxis, die Öffentlichkeit nicht erst in der Präsentation sucht, sondern bereits im Prozess entstehen lässt.

Als Ergebnis der zweiwöchigen Residency-Zeit im Neuen Volkshaus Cotta wünschen wir uns eine öffentliche Präsentation.

Mit Präsentation meinen wir z.B. ein Künstler:innen Gespräch, Performance, Präsentation zum Prozess, eine Session, ein Matinee etc. unter öffentlicher Teilhabe.

Ablauf

Bewerbungszeitraum: bis einschließlich 10. August 2026

Anmerkung: Wir fordern bewusst nicht die Einreichung eines fertigen Konzeptes ein, da wir uns eine ortsbasierte Auseinandersetzung und Entwicklung wünschen, wofür der ResidenceAufenthalt steht. Für die Bewerbung interessiert uns daher das künstlerische Schaffen und die eigene Motivation, was an dem Ort und Projekt reizt und was erste Gedanken und Ideen sein könnten - ergo eine Skizze.

Auswahl: Die Auswahl erfolgt über eine Jury bestehend aus Vertreter:innen des Neues Volkshauses Cotta sowie dem Künstlerbund Dresden. Am 26. August tagt die Jury, danach erfolgt die Zu- oder Absage.

Zeitraum: ab September 2026. Die Residency soll innerhalb von zwei Wochen stattfinden. Diese zwei Wochen können am Stück genommen werden. Es ist auch eine Aufteilung der Wochenblöcke möglich, jedoch keine Vereinzelung von Tagen.

Ende: mit der Präsentation im Oktober 2026

Umfang (unter Vorbehalt einer Förderzusage!)

Honorar Residence: 1.200

Honorar Präsentation: 300

Materialkosten: 700

Transportkosten: 110

Reisekosten: Deutschlandticket

Noch Fragen?

Dann könnt ihr euch gern an esf@neuesvolkshaus.de wenden.

Das Projekt ist ein Kooperationsprojekt von: