Kunststoffschmiede

Plastikrecycling als Manufaktur!

In der offenen Recyclingwerkstatt kannst du Plastikmüll wieder in einen Rohstoff verwandeln und direkt darauf mit der eigener Hand zu neuen Produkten weiterverarbeiten – unmittelbar dort, wo der Müll entsteht.

Du kannst auch selbst Formen für Produkte entwickeln. Zum Beispiel mit Plexiglas mit dem Lasercutter im Rosenwerk. Wie das geht, zeigt das Video!

Offene Werkstatt

Kontakt

kuss@listen.konglomerat.org

Die nächsten Workshops


"Komm doch lieber Frühling, lieber Frühling komm doch bald herbei. Jag den Müll fort, recycel es und mach das Leben frei!"

Für allgemeine Lebensfreiheit zerschnipseln wir dieses Material mal kräftig und bringen es in eine neue Form. Fix angemeldet!


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16. März

kleiner Recyclingworkshop

In der Kunststoffschmiede (des Konglomerat e.V.) möchten wir neue Haltungen gegenüber Plastik entwickeln. Durch eine experimentelle und vor allem praktische Auseinandersetzung mit der Materie selbst versuchen wir zu vermeiden, bereits am Problem zu verzweifeln. Inspiration und Befähigung im selbstbestimmten Umgang mit Plaste stehen hier im Vordergrund.

Innerhalb des Workshops beschäftigen wir uns mit dem lokalen Kreislauf des Kunststoffrecyclings. Wir werden dabei in die verschiedenen Recycling- und Produktionstechniken reinschnuppern und dabei Teil einer kleinteiligen Lösung werden.

Hier die Zeiten kurz und plastig:

Termine // kleiner Recycling-Workshop
Samstag 16.03. / 13:00 - 16:00 Uhr

Freitag 05. 04. / 17:00 - 20:00 Uhr

Sonntag 05.05. / 16:00 - 19:00 Uhr (zum Jane´s Walking Day)

Der Workshop ist kostenfrei.
Anmeldung unter: betti@konglomerat.org

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19.-24. MÄR

Formbauworkshop - Von der Gipsform zum Plastikprodukt

Mithilfe von Hitze und Druck wird Plastik in wunderschöne und praktische Produkte verwandelt. Schmuck oder kleine Alltagsgegenstände können hier im Handumdrehen entstehen. Mit Gips werden wir in diesem Workshop Formen erstellen, die im Anschluss von unserer selbstgebauten Spritzgussmaschine getestet werden.

Der Workshops findet in der Medienwerkstatt des Riesa Efaus statt und kostet 45 Euro (ermäßigt 35 Euro)

Dienstag 19.03 / 18:30 - 20:30 Uhr
Freitag 23.03 / 11:00 - 17:00 Uhr
Samstag 24.03 / 11:00 - 16:00 Uhr

Anmeldung unter: Anmeldungsforrmular des Riesa Efau, weitere Informationen unter: carl@konglomerat.org

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12. MÄR - 20. APR

Maschinenbauworkshop - Mini Spritzgussmaschine

Der letzte Bauworkshop brachte uns ‘Greta Granate’ - ein Maschine die uns vorher nur in Träumen begegnete. Man strampelt und sie shreddert Plastik bei bis zu 1200 Umdrehungen die Minute mit 4 scharfen Klingen und das ganze System befestigt an einem Fahrrad. Mobil und Modular war im letzten Spätsommer das Motto und das soll es auch für den kommenden Frühling sein. Die Kunststoffschmiede braucht eine kleinere Spritzgussmaschine und die wollen wir gemeinsam mit dir bauen!

Planungsphase
Dienstag 12.03. / 18:00 - 20:00 Uhr
Dienstag 26.03. / 18:00 - 20:00 Uhr

Bauphase
Montag 08.04. / 17:00 - 20:30 Uhr
Freitag 12.04. / 16:00 - 19:00 Uhr
Sonntag 14.04 / 12:00 - 17:00 Uhr
Donnerstag 18.04. / 17:00 - 20:00 Uhr
Freitag 19.04. / 16:00 - 19:00 Uhr
Samstag 20.04 / 12:00 - 17:00 Uhr

Anmeldung und weitere Informationen unter: carl@konglomerat.org

 

Noch von unserer Eröffnung im Mai

Die Kunststoffspiele sind eröffnet

Die Kunststoffschmiede ist Entwicklungslabor und offene Werkstatt für nachbarschaftliches Kunststoffrecycling. Am 02. Mai 2018, 17.30 Uhr, hat der gemeinnützige Konglomerat e.V. das Projekt im Zentrum für Baukultur in Dresden eröffnet. Der Eintrittspreis für Besucher betug ein Stück Plastikmüll aus „eigener Produktion“. Der Müll wurde von den Teilnehmern vor Ort zum Nutzstoff gemacht und in Münzen verwandelt, die an der Bar gegen Getränke getauscht wurden. Eine Tanzvorfürhung sowie Vorträge von Referenten aus Forschung, Industrie, Kreativwirtschaft und Zivilgesellschaft standen auf dem Programm.

Programm des Kick-Off-Events

Um 17.30 Uhr öffnete das Zentrum für Baukultur im Dresdner Kulturpalast seine Türen für Besucher. Ab 18.00 Uhr gab es dann das Warmup mit der Tanzkompanie go plastic. Konzept, Choreographie und Tanz bieten Susan Schubert und Cindy Hammer. Bevor die Besucher dann ihr eigenes Plastik recycelten, erfuhren sie aus verschiedenen Perspektiven die ökologische, materielle, praktische und industrielle Bedeutung von Kunststoffen. Über die Ökologie sprach Dr. Holger Freund (Institut für Chemie und Biologie des Meeres, Universität Oldenburg), aus der Praxis berichtete Katharina Elleke (Precious Plastic International), über Materialkultur sprach Tulga Beyerle (Direktorin des Kunstgewerbemuseums Dresden) und die industrielle Perspektive eröffneten Saskia Glandien und Alexander Wiefel (Schicktanz GmbH).

Ab 20 Uhr wurde es dann heiß. Der mitgebrachte Plastikmüll wurde geschreddert, geschmolzen und mit den eigenen Händen in eine neue Form gebracht. Die DIY Maschinen aus dem Rosenwerk standen den Besuchern bereit. Dazu zählten der schwergewichtige Flaschenschredder „El Helmut“, der Open-Source-Feinshredder „Hilde“ und die Spritzgußmaschine „Helene“.

Über die Kunststoffschmiede am World Trade Center

In der Kunststoffschmiede im Rosenwerk tüfteln und recyceln rund zwei Dutzend Macher aus Dresden, um das globale Kunststoffproblem in den Griff zu bekommen und den Lauf vom Erdöl über den Kunststoff zum Abfall in einen Kreislauf zu bringen. Ermöglicht wird dies über eine Anschubfinanzierung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB).

Ziel des Projekts ist, einer möglichst breiten Öffentlichkeit Zugang zu einer offenen Infrastruktur zu bieten und Dresden Mitte zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Plastik zu befähigen. Der Fokus liegt auf dem Dresdner Westen. „Die Leute können hier selbst ihre Nutzstoffe recyceln und mit professioneller Anleitung lernen, die nötigen Maschinen in Eigenregie zu bauen. Es geht uns um Ermächtigung und darum, dass die Menschen selbst ein Teil der Lösung werden“, erklärt Matthias Röder, Vorstand des Konglomerat e.V. Die Kunststoffschmiede ist auch Teil der internationalen Precious Plastic Community. Hierdurch sollen die Ergebnisse des Reallabors international bekannt und nutzbar gemacht werden. So wurde beispielsweise schon eine Form für Lineale gefertigt und nach Südamerika exportiert. Darüber hinaus werden weitere Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Dresdner Reallabor noch in diesem Sommer nach Kenya gebracht. Erste Pilotworkshops begeisterten unter anderem Geflüchtete Menschen aus dem Projekt Reflact des BUND Dresden, Studierende verschiedener Universitäten und Bewohner aus Dresden Mitte. Auch etliche Gerätschaften wurden hierfür bereits erworben, umgebaut und in liebevoller Handarbeit verschweist und verschraubt.

An Produkten entstanden unter anderem Ablaufsiebe, Wäscheklammern, Knöpfe und Lineale. Weitere Produktideen sind in Arbeit und Außenstehende sind eingeladen, ihre eigenen Ideen einzubringen. Beispielsweise zur Fertigung defekter Plastikteile aus Maschinen im eigenen Haushalt oder zur Fertigung von Produkten im Bereich des Kunsthandwerks.

Die Projektlaufzeit dauert bis Ende 2019. Dann sollen alle nötigen Maschinen bereit stehen und sich der Kreislauf schließen.

Hintergrundinfo: Träger und Förderer

Die Kunststoffschmiede ist ein Projekt des Konglomerat e.V.. Der gemeinnützige Verein betreibt das Rosenwerk (Jagdweg 1-3, 01159 Dresden) als offene Werkstatt. Außenstehende verfügen hier je nach Wünschen und Kenntnissen über verschiedene Werkbereiche wie die Holzwerkstatt, die Metallwerkstatt, das Nähwerk, die Elektrowerkstatt, eine Siebdruckwerkstatt, 3D-Drucker und Lasercutter. Hinzu kommen etliche weitere Geräte und Maschinen. Die Kunststoffschmiede ist ein Werkbereich im Rosenwerk und wird im NutzStoffe Projekt gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Zu den Unterstützern des Projekts zählen die Stadt Dresden, die Nationale Klimaschutz Initiative, die Initiative „Energie fürs Klima. Dresden schaltet!“, der Landesverband Recyclingwirtschaft Sachsen e.V., der gemeinnützige arche noVa e.V., die AUER Packaging GmbH, die Schicktanz GmbH und das Kunstgewerbemuseum Dresden.

 

Bildergalerie Auftakt Nutzstoffe

Worum es uns geht

Wir tragen und gebrauchen Kunststoffe wie eine zweite Haut. Gegenstände aus Plastik sind überall um uns herum, sie sind alltäglich, selbstverständlich und unverzichtbar. Gleichzeitig ist unser unbedarfter Umgang mit dem Material in höchsten Maße umweltschädlich und gesundheitsgefährdend. Doch obwohl wir förmlich in Plastikmüll ersticken, bleibt alles wie es ist. Schlimmer noch: Es ist davon auszugehen, dass sich der Verbrauch von PlastikmaterialienIn den kommenden 20 Jahren sogar noch einmal verdoppeln wird. In anbetracht dieser vermeintlich ausweglosen Situation fällt es umso schwerer, sich selbst noch als Teil der Lösung zu verstehen. Und genau hier setzt die Kunststoffschmiede an!
 

Plastikmüll kann in der Kunstsoffschmiede recycelt und direkt darauf zu neuen Produkten weiterverarbeitet werden. Dafür muss er zuerst gereinigt und nach seiner Beschaffenheit sortiert werden. Im Anschluss kommen die Plastikteile in den Schredder. Dieser produziert Plastikgranulat, das Basismaterial für alle Maschinen die zur Weiterverarbeitung Verwendung finden. So wird in kürzester Zeit aus einem UNSTOFF wierder ein ROHSTOFF. Die Flocken werden erhitzt und zu neuen einzigartigen Formen gesprizt, gepresst oder extrudiert. Ein neuer NUTZSTOFF ist entstanden.
 

Was wir machen

Was wir wollen

In der Kunststoffschmiede möchten wir eine neue Haltung gegenüber Plastik entwickeln. Durch eine experimentelle und vor allem praktische Auseinandersetzung mit der Materie selbst versuchen wir zu vermeiden, bereits am Problem zu verzweifeln. Statt den Kopf in den Sand zu stecken, wollen wir inspirieren und befähigen, selbstbestimmt mit Plastik umzugehen und das Kunststoffproblem in die eigene Hand zu nehmen. Nicht auf die Wirtschaft oder Politik zu warten, sondern Lösungen selbst, gemeinsam und vor Ort zu entwickeln. Entlang der gesamten Prozesskette: Angefangen bei der Bedürfnisanalyse über die Produktgestaltung bis hin zur Entsorgung und den Wegen möglicher Wiederverwertungen.

Wohin mit deiner Energie?!

Du bist vom Recycling überzeugt und willst Zeit und Energie zusammen mit uns in dieses Projekt stecken? Wir bauen und entwickeln Maschinen, designen Formen, halten Workshops und sind natürlich leidenschaftlich am Recyceln.

Wir übernehmen auch Aufträge in Prototypenentwicklung, Werkzeugbau, Design Thinking, Promotion und Beratung.

Kontaktiere uns oder komme zu den offenen Werkstattzeiten vorbei!
 

Förderer&Partner

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